Sicherheit und Kontrolle
Sieben Vorkehrungen, damit die Automatisierung nicht entgleist.
Unangenehm wird so eine Automatisierung nicht, wenn sie läuft, sondern wenn sie einen Kommentar falsch versteht. Das hier sind die Stellen, an denen Mausichat lieber anhält, als weiterzumachen.
- Testlauf
- Alles bauen, nichts senden
Die Nachricht wird vollständig erzeugt, mit Namen und Link, und landet im Protokoll. An Meta übergeben wird sie nie, es gibt dabei keinen einzigen API-Aufruf. Jede neue Automation startet so, und beenden lässt sich der Testlauf erst, wenn wirklich einer ausgewertet wurde.
- Freigabe
- Erst lesen, dann senden
Jeder Vorgang wartet auf einen Menschen, wahlweise nur für einzelne Absichten. Was die Erkennung nicht sicher einordnen kann, geht ohnehin in die Freigabe, statt geraten zu werden.
- Not-Stopp
- Alles anhalten, sofort
Ein Schalter hält die Ausführung für die ganze Organisation an, ohne dass jemand ein Konto trennen muss. Eingehende Kommentare werden weiter angenommen und protokolliert, damit beim Wiedereinschalten nichts fehlt.
- Schleifenschutz
- Es antwortet nicht sich selbst
Eine Automatisierung, die auf ihre eigene Antwort reagiert, verbraucht das Kontingent in Minuten und bringt das Konto in die Spam-Erkennung. Für genau diesen Fall gibt es einen eigenen Test, der bei jeder Auslieferung laufen muss.
- Kontingent
- Es bremst, bevor Meta es tut
Meta leitet das Sendelimit aus den Impressionen des Kontos ab und meldet davon nur einen Prozentsatz. Ab 80 Prozent wird gedrosselt, ab 95 Prozent gestoppt. Dieselben Schwellen zeigt die Konsole an.
- Liken
- Kann es, macht es aber nicht von selbst
Den Kommentar zu liken ist eine Aktion wie Direktnachricht und öffentliche Antwort, und sie steht im selben Baukasten. Sie ist ab Werk aus, weil automatisierte Interaktion das ist, wogegen Meta am schärfsten vorgeht — freigeschaltet wird sie bewusst und nicht im Vorbeigehen. Solange sie aus ist, wird sie als „übersprungen“ protokolliert statt still verworfen.
- Protokoll
- Nachvollziehbar bis zur API
Kommentar, Entscheidung, Begründung, gerenderte Antwort und Zustellstatus, mit Zeitstempel. Auch die Fälle, in denen absichtlich nichts passiert ist, stehen darin. Wie lange es aufbewahrt wird, hängt am Tarif; jeden einzelnen Meta-Aufruf mit Antwortzeit und Fehlercode zeigt der Inspektor ab Pro.
Und was es nicht kann
Das meiste davon haben nicht wir entschieden, sondern Meta. Es steht hier, weil du es vor dem Kauf wissen solltest und nicht danach.
Eine Nachricht pro Kommentar, sieben Tage lang
Meta erlaubt genau eine private Antwort je Kommentar, und das nur innerhalb von sieben Tagen. Danach lässt sie sich nie mehr senden. Antwortet die Empfängerin, ließe Meta weitere Nachrichten zu — Mausichat sendet sie trotzdem nicht: keine Nachfassnachrichten, keine Sequenzen. Diese eine Grenze ist unsere, nicht Metas, und § 4 Abs. 1 der Nutzungsbedingungen sagt es genauso.
Nur Kommentare unter deinen eigenen Beiträgen
Angeschrieben wird niemand, der nicht kommentiert hat. Keine Massennachrichten, keine Follower-Listen. Antworten auf Kommentare lösen ab Werk nichts aus, nur Kommentare selbst.
Nur Instagram, und nur Professional-Konten
Kein TikTok, kein YouTube, kein Facebook. Persönliche Instagram-Konten haben seit dem 04.12.2024 keinen API-Zugang mehr. Für sie gibt es keinen schwereren Weg, sondern gar keinen.
Es ist kein Redaktionswerkzeug
Kein Posten, kein Terminieren, keine Story-Antworten, keine allgemeine Postfachverwaltung. Gelesen, geantwortet und — wenn freigeschaltet — geliked wird, mehr nicht.
Keine Zustellgarantie
Blockierte Empfängerinnen, gelöschte Kommentare, abgelaufene Frist, erschöpftes Kontingent: All das steht im Fehlerkatalog und wird sichtbar protokolliert. Wegprogrammieren lässt es sich nicht.
Klingt das nach deinem Fall?
Dann probier es an einem echten Post. Der kostenlose Tarif kommt ohne Karte aus, und im Testlauf verlässt ohnehin keine Nachricht dein Konto, bis du sie gelesen hast.